Forschungsprojekt "Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln"

2008 - 2012

Die Forschungsaktivitäten in der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues der Technischen Universität München stehen unter meiner Leitung (siehe Tätigkeitsberichte 2008–2010 und 2011–2012). Zentral ist die Doktorarbeit von Eveline Dasch mit dem Thema: „Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln“, wobei die Nachhaltigkeitsbewertung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft im Fokus steht. Zunächst erfolgte eine Zusammenstellung von Möglichkeiten der Nachhaltigkeitsbewertung aus der wissenschaftlichen Literatur.


Forschungsprojekt "Förderung der Nachhaltigkeit in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft und der Verbreitung nachhaltiger Produkte"

2008 - 2012

Ein wichtiger Baustein ist das Forschungsprojekt „Förderung der Nachhaltigkeit in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft und der Verbreitung nachhaltiger Produkte“. Dieses wurde mit finanzieller Unterstützung des Clusters Ernährung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt und lief über 14 Monate bis Juni 2011. Hierbei wurde im ersten Schritt recherchiert, welche praktischen Ansätze zur Nachhaltigkeitsbewertung in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft bereits existieren. Anschließend wurden ausgewählte bayerische Firmen genauer zu ihren Erfahrungen mit Nachhaltigkeitsbewertungen in der Praxis befragt. Es erfolgte die Einbeziehung der ökologischen und der konventionellen Lebensmittelbranche.

Aus den gewonnenen Daten soll ein Konzept zur umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmitteln abgeleitet werden, mit Fokus auf die Anwendbarkeit in der Praxis. Eine grundlegende Bedeutung hat dabei die Betrachtung aller vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheit).


Expertise für WBGU-Hauptgutachten

2007 - 2008

Expertise zum weltweiten Flächenbedarf und zur Klimarelevanz unterschiedlicher Ernährungsstile: Titel „Globale Ernährungsgewohnheiten und -trends“. Für den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) im Rahmen des Hauptgutachtens „Nachhaltige Landnutzung und Bioenergie“.


Forschungsprojekt Konsumwende

Das Projekt lief von 2002 bis 2006.

BMBF-Verbund-Forschungsprojekt:
„Von der Agrarwende zur Konsumwende? - Eine Untersuchung der Effekte der Agrarwende für die Verbreitung nachhaltiger Ernährungsmuster entlang der Akteurskette vom Produzenten bis zum Konsumenten“

Von 2002 bis 2006 war ich Mitarbeiter an einem transdisziplinären Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das im Rahmen des Förderschwerpunkts „Sozial-ökologische Forschung“ innerhalb der „Forschung für Nachhaltigkeit“ stattfindet (siehe www.konsumwende.de und Ergebnisbroschüre).

Von Anfang an beteiligte ich mich an der Konzeption und Antragstellung und damit an der Mitteleinwerbung. So entwickelte ich die Ideen für die beiden Teilprojekte „Ernährungsberatung - Innovative Ansätze für die ernährungsbezogene Verbraucherberatung“ und „Ernährungsökologische Bewertung stark verarbeiteter Öko-Lebensmittel“. Initiator und Koordinator des Verbundprojekts war Prof. Dr. Karl-Werner Brand, Münchner Projektgruppe für Sozialforschung.

Das Projekt untersuchte, inwieweit die von der Bundesregierung im Jahre 2001 eingeleitete Agrarwende von einer entsprechenden Veränderung des Ernährungsverhaltens der Konsumenten gestützt wird – ferner welche Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen und wie er optimiert werden kann. Zu diesem Zweck untersuchten wir die Effekte der im Rahmen der Agrarwende ergriffenen Maßnahmen entlang der Akteurskette (Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Ernährungsberatung, Verbraucher), bewerteten sie unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und erarbeiteten entsprechende Gestaltungsempfehlungen zur Überwindung der identifizierten Hemmnisse. Empirisch stützte sich das Projekt auf regionale und großstädtische Fallstudien sowie auf bundesweite Erhebungen.

Das Teilprojekt „Ernährungsberatung“ ging von einer Analyse der Ist-Situation aus. Weiter wurden Handlungsoptionen für eine verbesserte Ernährungskommunikation aufgezeigt, um eine nachhaltige Ernährungsweise in der Bevölkerung zu fördern, besonders die Verwendung von ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Dabei standen effektive, zielgruppengerechte Formen der Verbraucheransprache im Vordergrund.

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