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Forschungsprojekt "Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln"

2008 - 2013

Die Forschungsaktivitäten in der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues der Technischen Universität München stehen unter meiner Leitung (siehe Tätigkeitsberichte 2008–2010, 2011 und 2012). Zentral ist die Doktorarbeit von Eveline Dasch-Hahn mit dem Thema: „Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln“, wobei die Nachhaltigkeitsbewertung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft im Fokus steht. Zunächst erfolgte eine Zusammenstellung von Möglichkeiten der Nachhaltigkeitsbewertung aus der wissenschaftlichen Literatur.

Ein wichtiger Baustein ist das Forschungsprojekt „Förderung der Nachhaltigkeit in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft und der Verbreitung nachhaltiger Produkte“. Dieses wurde mit finanzieller Unterstützung des Clusters Ernährung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt und lief über 14 Monate bis Juni 2011. Hierbei wurde im ersten Schritt recherchiert, welche praktischen Ansätze zur Nachhaltigkeitsbewertung in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft bereits existieren. Anschließend wurden ausgewählte bayerische Firmen genauer zu ihren Erfahrungen mit Nachhaltigkeitsbewertungen in der Praxis befragt. Es erfolgte die Einbeziehung der ökologischen und der konventionellen Lebensmittelbranche.

Aus den gewonnenen Daten soll ein Konzept zur umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmitteln abgeleitet werden, mit Fokus auf die Anwendbarkeit in der Praxis. Eine grundlegende Bedeutung hat dabei die Betrachtung aller vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheit).

Bearbeitung weiterer Themenbereiche durch Vergabe von Doktor-, Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten in den Studiengängen Ernährungswissenschaft und Agrarwissenschaft:

•    Klimarelevanz der Ernährung
•    Virtueller Wasserbedarf im Ernährungsbereich
•    Ökologischer Fußabdruck von Lebensmitteln
•    Welternährungssicherung
•    Fairer Handel mit sog. Entwicklungsländern
•    Kinderarbeit im Lebensmittelbereich
•    Implementierung einer nachhaltigen Ernährung in die Ernährungsberatung und Gemeinschaftsverpflegung.